Hafenbecken in der Schwebe
05.06.2010 / Lokalausgabe


Land in Sicht ist am Hafenbecken an der Ruhrpromenade noch nicht. Und es sieht im Moment auch nicht danach aus,dass man alsbald dort bei Sonnenschein das maritime Flair genießen kann. Seit etwa Mitte April ruhen dort die Arbeiten.

Zu jenem Zeitpunkt hätte das Becken eigentlich schon längst fertig sein können, aber der bittere und lang anhaltende Frost sorgte für die erste Verzögerung. Dann zog die Stadt die Notbremse, weil sie mit der Qualität der dort verbauten Materials ganz und gar nicht zufrieden ist. Vor den betonierten Rahmen an der Seite des Stadtbadanbaus sollen 27 Teile in Sandsteinoptik montiert werden. 18 Teile wurden bereits montiert, die hatten aber so unterschiedliche Farben, dass dies nicht hingenommen werden konnte. Die Stadt verlangt einen Austausch der Teile, die ausführende Firma will die Unterschiede kaschieren, heißt es.

Ruhrbania-Koordinator Günther Helmich hatte gehofft, sich bei einem Termin am Mittwoch mit der Firma einigen zu können, doch die Hoffnung trog. Das Treffen verlief unbefriedigend. Einen Fertigstellungstermin mag Helmich nun nicht mehr nennen und auch nicht über weitere Schritte spekulieren. Die Hinzuziehung von Sachverständigen und eine langwierige juristische Auseinandersetzung scheint möglich. Es geht um eine sechsstellige Summe.

Die weiteren Schritte bei der Fertigstellung des Hafenbeckens bauen allerdings auf die Beendigung dieser Arbeiten auf und können nicht vorgezogen werden. Noch herrscht an der Promenade durch den Stillstand keine Not, man würde nur langsam nach all den Schwierigkeiten gerne mal einen in Stein gemeißelten Erfolg an der Ruhrpromenade sehen. Die Schwierigkeiten sind: Verzögerung an Baufeld 1, stockende Vergabe für Baufeld 2, schleppender Bezug des Stadtbad-Anbaus und die kritische Situation beim Kaufhof (Ruhrbanium). Die Prüfungen dafür laufen noch. Doch ob dieses Jahr noch etwas geschieht, da sind sich nicht mal die Investoren sicher. stt