Energiewelt: Energieeffizienter Neubau

 Passiv, Nullenergie, KfW: Der richtige Neubau-Standard

Wer heute neu baut, hat die Auswahl zwischen zahlreichen Standards für Dämmung und alternative Heizsysteme. Auch das Baugewerbe hat seine Angebote erweitert. Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten.

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Wer heute ein neues Wohnhaus bauen will, wird vom Staat mit einer Mischung aus Vorschriften und Zuschüssen zum Energiesparen gezwungen und gelockt. Das wichtigste Regelwerk ist die Energieeinsparverordnung (EnEV). Sie schreibt Standards vor, die heute kein neues Haus mehr unterschreiten darf.

Wichtigster Kennwert ist der Primärenergiebedarf pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr. Die Primärenergie gibt nicht allein den Brennwert des Heizungs-Brennstoffs an, sondern zum Beispiel auch den Energieaufwand bei dessen Herstellung, also etwa beim Fördern von Erdöl und Erdgas. Die EnEV legt eine sehr komplizierte Berechnung des Primärenergiebedarfs fest. Dieses schwer verständliche Verfahren hat den Vorteil, dass es flexibel ist: Wer sein Haus stark dämmen will, darf auch mit dem eher schlecht bewerteten Öl heizen. Wer die Heizung auf Holz umstellt oder auf Erdwärme setzt, kann an der Dämmung sparen. Der EnEV entsprechen beide Varianten.

 

Der Energiestandard:

Niedrigenergiehaus, Effizienzhaus, Passivhaus – was hinter diesen Begriffen steckt, erfahren sie auf energiewelt.de.

 

Handfest schreibt die Verordnung hingegen die Dämmwerte verschiedener Bauteile fest. Hier kommt der sogenannte U-Wert ins Spiel. Er beschreibt, wie viel Wärmeenergie durch einen Quadratmeter Fläche nach außen gelangt. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmung. Außenwände etwa dürfen höchstens einen U-Wert von 0,28 haben, Außentüren von 1,8.

Neben der EnEV gibt es eine ganze Reihe von Schlagworten für das energiesparende Bauen: „Niedrigenergiehaus“ ist ein Begriff aus den Zeiten der Eigenheimzulage, der in aktuellen Regelwerken nicht mehr zu finden ist. Entsprechend gibt es auch keine verbindliche Definition, ab wann ein Haus ein Niedrigenergiehaus ist. Wenig exakt sind auch Bezeichnungen wie Drei- oder Fünf-Liter-Haus, die den Bedarf an Heizöl pro Quadratmeter und Jahr grob angeben.

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Für Passivhäuser hat sich der Richtwert von höchstens 15 Kilowattstunden Heizenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr sowie ein Primärenergiebedarf von maximal 40 Kilowattstunden durchgesetzt. Als Bauherr muss man mit rund zehn Prozent Mehrkosten gegenüber einem konventionellen Haus nach EnEV-Standard rechnen. Beim Nullenergiehaus fällt rechnerisch auch der geringe Heizenergiebedarf weg, der beim Passivhaus erlaubt ist, ein Plusenergiehaus produziert sogar mehr Energie als es verbraucht – im Regelfall mit Photovoltaik.

 

Zudem gibt es eine verwirrende Vielzahl von aktuellen und veralteten KfW-Standards, die aber immer noch von Baufirmen angegeben werden. Alle diese Werte beziehen sich auf die Förderung durch die staatliche KfW-Bank. Derzeit gelten die Effizienzhaus-Standards 40, 55 und 70. Die Zahlen geben jeweils Prozentwerte des Primärenergiebedarfs bezogen auf den EnEV-Standard an. Je niedriger der Prozentsatz, desto besser ist das Haus gedämmt und desto mehr Geld gibt es von der KfW.

 

Lokale Förderprogramme:

Ob KfW, Bafa oder lokale Förderprogramme: energiewelt.de informiert über die Zuschüsse für Bauherren, die auf Effizienz setzen.


Bevor der Bauherr sich in die Details des energiesparenden Bauprojekts stürzt, sollten erst einmal die Bedingungen am Bauplatz geprüft werden. Wer auf Sonnenenergie zur Warmwasser- oder Stromerzeugung setzt oder einfach nur Wärme durch große Fensterfronten nach Süden „ernten“ will, braucht ein entsprechend ausgerichtetes Grundstück, dessen Sonnenseite nicht verbaut werden kann. Kompakte, würfelförmige Gebäude sind weniger anfällig für Auskühlung als lang gestreckte Häuser oder Bungalows. Erker und Gauben bilden thermische Schwachstellen in der Gebäudehülle, während Doppelhaushälften und Reihenhäuser eine oder zwei Außenseiten einsparen und dadurch weniger Wärme an die Umgebung verlieren.

 

Optimale Bedingungen:

Welche Rolle das Grundstück für das energiebewusste Bauen spielt, verrät energiewelt.de.


Solide Planung ist entscheidend: Ein Haus zu bauen, ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben – und dazu für die meisten Menschen die größte finanzielle Ausgabe, die sie je wagen. Damit aus dem Traum vom Haus ein Traumhaus wird, sind zahlreiche Details zu klären: von der Dämmung  bis hin zum richtigen Heizungssystem.
 

Schon beim Planen an die Technik denken:

Alles über sparsame Heizungen finden Sie bei energiewelt.de.


Auch eine kompetente Energieberatung bringt erhebliche Vorteile für den Bauherrn: Investitionskosten und Nutzen werden richtig eingeschätzt. Der Energieberater kennt die Kosten verschiedener Bauweisen einerseits und der Haustechnik andererseits und weiß, welche Maßnahmen sinnvoll und ökonomisch sind.
 

Starker Partner:

Auf energiewelt.de finden Sie deutschlandweit Energieberater  für Ihr energiesparendes Bauvorhaben.